Safran kennt ja eigentlich jedes Kind…
Doch dass „gel“ im Kinderlied für die Farbe „gelb“ steht, ist schon den wenigsten klar.
So macht es uns richtig Freude, Ihnen ein wenig mehr zu erzählen von diesem sagenumwobenen Gewürz, teurer als Gold und oft verfälscht im Handel.

Herstellung
Safran
(von arabisch/persisch za'farān ‏) ist ein Krokus, der Nebel und auch kühlere Lagen liebt.  Im Herbst blüht er drei Tage violett; die Blüten werden dann so früh wie möglich am Tag gepflückt, damit die empfindlichen Stempelfäden möglichst wenig der Sonne ausgesetzt sind. Der ideale Zeitpunkt ist der, wenn die Blüten noch nicht geöffnet sind.

Gleich anschließend werden ausschließlich die drei feinen, roten Blütenstempel mit der Hand herausgezupft. Sie sind stark aromatisch, duften immens und wurden schon im Altertum als wertvolles Gewürz, aber auch als Färbemittel gehandelt.

Lagerung
Safran muss vor Licht und Feuchtigkeit geschützt (am besten in dicht schließenden Alu- oder Glasgefäßen) aufbewahrt werden. Kühl, aber nicht im Kühlschrank aufbewahren!

 die Safranblüte mit drei BlütenstempelnBiologischer Safran Pulver

Verwendung:
Vorsicht: Safran schmeckt überraschend bitter und scharf, wenn er stark dosiert wird.
Bitte kochen Sie ihn nicht längere Zeit, da ansonsten die Aromastoffe zerstört werden. Am besten weichen Sie die Fäden in ein wenig warmem Wasser ein, und geben diese Flüssigkeit zum Ende der Kochzeit der Speise zu.

Teuer und gerne gefälscht
Heute kostet ein Kilo viele tausend Euro... Für 1 kg Safran müssen allerdings auch bis zu 150.000 Blüten geerntet und verarbeitet werden, die wiederum ca. 1000 qm Anbaufläche beanspruchen! Und so lohnen sich natürlich auch heute Fälschungen: So wird Safran oft mit Ölen bedampft, um ihn schwerer zu machen. Er wird auch mit verschiedenen anderen Pflanzen (Saflor, Gelbwurz, Ringelblumen, ...) gestreckt. Sie geben dem Safran vielleicht Farbe, mindern aber sein Aroma.

Wir freuen uns daher sehr, diesen erstklassigen, biologisch zertifizierten Safran aus dem Norden Griechenlands anbieten zu können.

Herkunft unseres Safrans
Um den Ort Kozani  herum wurde, solange man denken und sich erinnern kann, schon immer Safran angebaut.

Auch in den 80ger Jahren gab es hier noch Safran in der durch und durch armen Gegend, doch es fehlte an Logistik und wirtschaftlich geschicktem Marketing; meist wurde die Ernte schon auf dem Feld zu einem Spottpreis verkauft, so dass nichts die jungen Leute halten konnte, die Dörfer also vergreisten.
Dann nahm die Region um Kozani Ende der 80´ger Jahre an einem Entwicklungsprogramm der EU teil und gründete eine Genossenschaft. Es wurde eine Verpackungsanlage finanziert, so dass die Verarbeitung vor Ort und damit eine viel bessere Gewinnspanne gewährleistet war.
Da sich auch kleine Anbauflächen lohnen, entstand hier glücklicherweise keine Monokultur, und auch kleinere Betriebe können hier bestehen; geniale Bedingungen also auch für den biozertifizierten Anbau und astreine Qualität. Dass inzwischen viele, auch junge Leute hier ihr Auskommen haben und hier ein kleiner, durchaus aber auch wichtiger Wirtschaftszweig Griechenlands entstanden ist, ist ein wunderbares Beispiel dafür, wie EU-Unterstützung funktionieren kann.

  Safranfeld

 

 

Unser Safran stammt von der Genossenschaft der Safran-Produzenten in Kozani selbst. Er ist aus streng kontrolliertem biologischen Anbau, und damit einzigartig. Die Qualitätskriterien erfüllen höchste Ansprüche und dürfen in die erste Kategorie eingestuft werden.
Moisture and Volatile Matter    max 12
Picrocrocin (category 1)          min 70
Safranal                                20 < x < 50
Colouring strenght (category 1)      min 190

biologische Safran Fäden

Unsere Preise sind ganz wesentlich mitbestimmt durch die Krise in Griechenland. Wir möchten den Bauern in unserem kleinen Rahmen helfen, ihre Ernte in Deutschland anzubieten. Daher bemühen wir uns (bei eigener geringer Gewinnspanne), Ihnen den günstigsten Preis anzubieten.
(Für den Handel mit Bioprodukten ist ALISSEOS zertifiziert durch: DE-ÖKO-007)

Geschichte
Der Name Krokus kommt aus dem Griechischen "krókos" und bedeutet „Faden"; nach alter griechischer  Sage wurde ein Jüngling namens „Krokus“ entweder getötet oder verwandelt. Wie auch immer, der Effekt war der gleiche: An Ort und Stelle wuchs der erste Krokus, violett und mit unglaublichem Potential.

Entgegen der Meinung, dass Klein- und Mittelasien die Herkunftsregionen des Safrans sind, kann man heute botanisch belegen, dass wohl Kreta das Ursprungsland war. Im Palast von Knossos auf Kreta kann man heute noch Wandmalereien bewundern, die die Safranernte zeigen (2000 bis 1550 v. Chr.).

Von Anbeginn an war Safran ein Luxusartikel und auf  das Fälschen oder Verschneiden des Gewürzes standen hohe Strafen.  Safran wurde schon im Alten Testament der Bibel erwähnt, - desgleichen  von Homer, Sophokles, Aristophanis und Strabo, -und Plinius berichtet über ihn als Farbmittel. Es wurde auch eingesetzt, um Goldschriften zu imitieren, oder um Zinn oder Silber wie Gold erscheinen zu lassen.

Gesundheitliche Wirkungen:
Seit Äonen an Jahren gilt Safran als ein Allheil-Mittel! Hippokrates schon verwendete es bei den unterschiedlichsten Beschwerden. In der ayurvedischen Heilkunst findet Safran großen Anklang. Er gilt als harmonisierend auf Körper und Seele.

Diesen einzigartigen unverfälschten Safran können Sie hier erwerben!

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Zusätzliche Informationen