... beginnt für uns vor der eigenen Nase.

Die Aufgaben des Tierschutzes liegen vor unserer Nase...

Und vor unserer Nase liegt viel, wenn wir die Augen öffnen: Tierschutz - προστασία των ζώων - ist in Griechenland ein heißes Thema; ein Fehde, welche ganze Generationen trennt, Intellektuelle und "einfache Leute" ernsthaft entzweit, Athener haßerfüllt auf Bauern losgehen, und tierliebende Touristen Griechenland meiden lässt.
Das Verhältnis vieler Griechen zur Natur, vor allem aber zu den Tieren ist tatsächlich oftmals gestört. Irrationale Angst vor Infektionen oder tierischer Aggression bezeugen immer wieder vor allem eines: Man lernt und weiß in Griechenland über die Tiere viel zu wenig.
Dennoch fand auch in unserer Umgebung in den letzten Jahren eine positive Entwicklung statt, die wir so manchem Verein und seiner Aufklärung, aber auch der "Umerziehung" durch viele Einzelpersonen verdanken.

Sehr verbunden sind wir vor allem dem seit Jahren so effektiv wie hoch engagiert arbeitenden Tierschutz in Kalamata, den wir Ihnen ans Herz legen möchten. Hier wird Ihnen sachlich und schnell weitergeholfen, wenn SIE helfen möchten! Gesucht werden Tier- als auch Flugpaten, Adoptionswillige, Pflege-Übergangsstationen und Spender. Die Website ist sehr gut und übersichtlich gestaltet, zudem auch in deutscher Sprache präsent!
In Griechenland:

Kalamata Animal Welfare Society
www.kaws-info.com
  Tierschutzverband Kalamata - eine effektive Sache!
   

 

Der Tourismus ist die wichtigste Einnahmequelle Griechenlands; die Stimme eines Urlaubers (oder Dauergastes) hat deshalb Gewicht!
Falls Sie also an Ihrem Urlaubsort Zeuge eines schlimmen Vorfalls oder Zustandes werden, zögern Sie bitte nicht, die Greek National Tourism Organisation davon in Kenntnis zu setzen! Auf dieser Website finden Sie ganz unten das Beschwerdeformular (Complaint Form) als Word-Dokument zum Download.
http://www.visitgreece.gr/en/contact
Im Formular kreuzen Sie unter OTHER COMPLAINTS das Kästchen ANIMALS MALTREATMENT an, dann schreiben Sie Ihren Hinweis unter DESCRIPTION OF THE COMPLAINT nieder und senden das Dokument an complaints@gnto.gr.

>>> hier finden Sie das griechische Tierschutzgesetz in Kurzfassung auf griechisch
>>> hier finden Sie die ausführliche Version des griechischen Tierschutzgesetzes auf Englisch

  Tierquälerei und Gleichgültigkeit gegenüber den Lebewesen
     

Etwas im Kleinen zu tun ist um so vieles schöner, als über das Große zu klagen...

In Deutschland:
Tierfreunde Kalamata e.V.
c/o Joachim Möller  
Postfach 810448
D - 30504 Hannover
www.tierschutz-kalamata.eu
Email (deutsch und griechisch):
Aristidis Siaperas, bio.oliven@googlemail.com

Es werden natürlich immer auch dringend aktive Mitglieder in Messinien/Kalamata gesucht!

  Geduld, Fürsorge und Liebe verbessern unser aller Leben

Es hat sich herumgesprochen, dass Tiere auch bei uns auf dem ALISSEOS-Hügel ein Asyl finden; man bringt uns Katzen, die getötet werden sollen, Welpen, die man im Müll fand oder Lämmer mit gebrochenen Beinen......... . Manchmal sogar "finden" uns die Tiere von ganz alleine;)!
Wir möchten die Gelegenheit nutzen, Ihnen ein paar der mit uns lebenden Tiere und ihre Geschichte vorzustellen. Vielleicht machen sie Ihnen Mut, auch in Ihrem Umfeld "realistisch das Unmögliche zu versuchen"!?

Uno ist der Sohn eines hochintelligenten Hirtenhundes und der Urmutter aller halbwilden Hunde unserer Umgebung. Er sollte schon als Welpe Hühner hüten; ein Job an einer 1m langen Kette mit der Lebenserwartung von 4-5 Jahren. Er lebt seit 13 Jahren mit uns und wir haben unglaublich viel von ihm gelernt!   Uno, nicht nur im Alter ein Weiser!
     
Nala ist unsere bildschöne Mischlingshündin; sie ist seit 2003 unser "Joker" in kritischen Situationen, denn in Restaurants, auf Fähren oder überall dort, wo Hunde unerwünscht sind, erklären wir sie kurzerhand zum teuren und seltenen "Rassehund". Das weckt das Interesse - und bringt uns den nötigen Respekt als Rassehundbesitzer.
Wirklich wertvoll aber ist sie als Mutter für alle, die eine Mutter brauchen: Sie hat von ungezählt vielen kleinen Katzen, über mutterlose Welpen bis hin zu einem verlassenen Marder schon so viele Kleintiere aufgezogen und gepflegt, dass sie trotz eigener Sterilisation 100% den Orden der Obermutter verdient hat!
  Nala, die geborene Mutter
     
Bennie fand uns 2004 - mit letzter Kraft. Sein Zustand war katastrophal, seine Angst vor Männern und geschlossenen Räumen riesig. Noch nicht ausgewachsen damals waren seine Hüftgelenke schon kaputt, er konnte Zeit seines Lebens nur mühsam gehen. Offensichtlich war er bis zu seinem 10 Monat so eingesperrt, dass er sich nie hat aufrichten können. Sein Blick ging auch nach seinem Eintreffen bei uns noch monatelang nur in Richtung Himmel - als hätte ein "Sehschlitz" für immer seinen Blickwinkel eingeschränkt.
Wir haben uns sein Vertrauen über Monate erarbeitet und wurden täglich mit einem strahlenden "Lächeln" belohnt! Außerdem sangt er gerne - und gut! Er hatte eine unglaubliche Stimmgewalt, beherrschte das Tremolo und eine ganze Oktave! Sein Platz in unseren Herzen ist ihm immer sicher.
  Bennie hatte eine goldene Seele
     
Unser Fundstück Fina wurde 2009 mit 8 Monaten an einer Raststätte ausgesetzt und wartete dort unbeirrt. Manchmal haben wir den Eindruck, sie wartete auf uns, denn seit wir sie mitnahmen, gehört sie zu uns und bleibt in großer Treue auch auf unserem Grundstück. Sie ist von unschlagbarer Herzlichkeit und immer voller Optimismus! Auf diese Weise eroberte sie sich rasend schnell selbst die Herzen der wildesten Katzen! Ihr Merkmal: Sie lacht mit blitzeblanken Zähnen!   Fina, unser Fundstück
     
Mary wurde als kleine Katze mit noch geschlossenen Augen auf einem Hausdach ausgesetzt - im Hochsommer, im August 2007. Wir nahmen sie halbtot auf, um ihr Sterben etwas erträglicher zu machen.... . Heute ist klar, dass ihr Lebenswille unglaublich ist! Wir lieben sie dafür sehr, sie ist unsere "Prinzesssin" - was ihr durchaus bewußt ist: Es sind die weichsten Kissen, auf denen sie zu liegen pflegt....... .   Mary ist eine echte Prinzessin
     
Jemand legte uns Simba als verwaisten kleinen Neugeborenen in einer Kiste vor unserer Haustüre; es war Liebe auf den ersten Blick für unseren Sohn, der ihn mit viel Zeit, Geduld und auch nächtlicher Fürsorge über die Runden brachte. Bis heute haben die beiden ein spezielles Vertrauensverhältnis; ansonsten eher muffig und eigenbrödlerisch, kuschelt Simba voller Wonne in den Armen Timos. Aber wehe, ein andere hätte die Absicht, ihn zu knuddeln!!   Simba mag nicht alles, er mag vor allem seine Ruhe
     
Susi wurde uns im Sommer 2007 von netten Touristen gebracht, die die "kleine süße Katze Susi" mutterlos und hilfslos fanden. Inzwischen ist klar: Susi ist ein Kater. Der Name jedoch blieb - und passt nach wie vor recht gut... ;)   Susi, der Kater
     
Fretz wurde von seiner Mutter verlassen, weil Kinder Osterknaller in sein Nest warfen. Unser Sohn fand ihn 2006 und es war ihm gleich klar: Was immer dieser Kleine auch ist, den bringen wir durch!
Er sollte recht behalten, denn Fretz, der Marder, überlebte den Umzug von der Wildnis in das Kinderzimmer ohne große Schwierigkeiten. Trotz Stinkdrüsen schlossen wir ihn in unser Herzen und oft in unsere Arme; viel haben wir über seine Familie der Bären gelernt, viel gelacht - und bis heute Hochachtung vor seiner Schläue und großen Liebe zu uns.
  Fretz, der Marder aus der Bärenfamilie
     
Esel, die in Griechenland zunehmend weniger gebraucht werden, werden dann irgendwann oft sich selber überlassen. Was lustig klingt, ist im Hochsommer ohne Wasser und Futter auf ungeschnittenen, verwachsenen Hufen oft unerträglich. So manches Mal gab es mit vereinten Kräften diese und jene Hilfe an den Esel zu bringen, und bei aller Tragik: Wir haben oft gelacht! Es sind unglaublich tolle Charaktere!   Esel, die keiner mehr braucht, werden oft sich selber überlassen
     
Mira wurde im Sommer 2008 an einem Strand ausgesetzt; wochenland schlug sie sich tapfer durch, doch als der Winter kam, fand auch sie im Müll nicht mehr genug zum Überleben. Sie wurde uns gebracht. Hellwach wie ihre Augen war auch ihre Verstand! Tatsächlich schaffte sie es, sich in unser Leben mit all den anderen Tieren einzugliedern und wir mochten sie furchtbar gerne. Doch sie gab ihre "Ausflüge" nie ganz auf; von einem dieser kam sie nicht mehr zurück. Wir nehmen an, sie wurde vergiftet oder erschlagen. Denn auf ihre Weise war sie ungeheuer treu und wäre nie freiwillig nicht mehr nach hause gekommen.   Mira war schlau, doch nicht schlau genug...
     
Wir könnten sagen, dass wir nicht immer "Erfolg" haben, wenn wir uns verantwortlich erklären für Tiere in Not, in unserer Nähe. So toll das Überleben der einen ist, so traurig ist oft das Sterben oder Leiden der anderen.
Wir könnten aber auch sagen, dass die Lebewesen in unserer Nähe doch zumindest einmal den ihnen gebührenden Respekt erfahren. Dies wäre dann kein "Misserfolg" - oder?!
  das Leben als ein Tanz - wir lernen viel von den Tieren

 

 

 

Zusätzliche Informationen